It Studium

Das Studium, mit der Fachrichtung Informatik, lehrt die Wissenschaft der automatisierten Verarbeitung von Informationen per Computer. Es wird mit der Verleihung eines akademischen Grades abgeschlossen. Die einheitlichen Bezeichnungen lauten nach dem Bologna-Prozess nun Bachelor of Science (B. Sc) und Master of Sience (M. Sc.). Die Regelstudienzeit für den Bachelorstudiengang sind 6 bis 8 Semester (meist 6) und für den Masterstudiengang zusätzliche 2 bis 4 Semester (meist 4). Ein konsekutiver Masterstudiengang, inklusive eines vorausgehenden Bachelor, hat eine Regelstudienzeit von 10 Semestern. Dies entspricht 300 ECTS-Punkten (ECTS = European Credit Transfer System). Nach Abschluss eines Masterstudiengangs besteht außerdem die Möglichkeit zu promovieren. Je nach Ausrichtung der Fakultät und Inhalt der Dissertation, wird entweder der akademische Grad eines Doktors der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat) oder der eines Doktors der Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing) verliehen.

Die Studienangebote für den Fachbereich Informatik werden in Deutschland zum einen von den Universitäten, den technischen Universitäten, den Gesamt- und Fachhochschulen angeboten. Hier enden alle Studiengänge mit einer Hochschulprüfung. Zu dem ist es möglich, das akademische Studium der Informatik im Rahmen eines Fernstudiums zu belegen. Der Abschluss ist dementsprechend mit dem einer regulären Präsenzuniversität gleichgestellt. Des Weiteren bieten Berufsakademien eine Ausbildung im Bereich Informatik an, dass zugleich ein Teil einer dualen Ausbildung ist. Im Gegensatz zum akademischen Studiengang, endet das Studium hier mit der Verleihung einer staatlichen Abschlussbezeichnung als Diplom-Informatiker (BA). Das Bundesland Baden-Württemberg macht da eine Ausnahme. Dort verleihen die in "Dualen Hochschulen" umgewandelten Berufsakademien gleichfalls einen akademischen Grad.

Die Studieninhalte werden von den einzelnen Hochschulen selbständig festgelegt und können somit von Hochschule zu Hochschule variieren. Allerdings sind die zu vermittelnden Ausbildungsinhalte des Informatik-Studiums weitgehendst einheitlich.

Während des Grundstudiums erhalten die Studierenden die erforderlichen Grundkenntnisse der praktischen, theoretischen und der technischen Informatik. Darüber hinaus werden ebenfalls die nötigen mathematischen Grundlagen vermittelt. Gerade in den ersten Semestern gleicht das Informatik-Studium dem der Mathematik.

Beim Hauptstudium findet dann eine stärkere Spezialisierung statt, die auch mehr interdisziplinäre Elemente enthält. Neben einer zusätzlichen Vertiefung der Fächer des Grundstudiums, kann diese Spezialisierung auch in einem Zusatzstudium eines frei wählbaren Einzelfachs mit eigener Prüfung angestrebt werden, wie etwa in der Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik oder Bioinformatik sowie Studiengänge auf Lehramt.

Bei einem Studiengang an einer Universität mit Promotionsrecht wird der Studierende auf die wissenschaftliche Entwicklung neuer Methoden vorbereitet, während es bei den Fachhochschulen eher traditionell darum geht, bestehende wissenschaftliche Methoden korrekt anzuwenden. Bei einem dualen Studiengang der Berufsakademien findet zu dem die Hälfte der Ausbildung in einem Ausbildungsbetrieb statt, mit dem vor Studienbeginn ein individueller Ausbildungsvertrag abgeschlossen wurde. Der Ausbildungsvertrag ist deswegen eine Grundvoraussetzung für die Studienaufnahme. Er ist vor dem Studienbeginn der Berufsakademie vorzulegen.